01.07.2016 - Rechnungsabschluss 2015: Besser als der Plan

Die Stadt Krems hat ihr Budgetziel für 2015 mehr als nur erreicht: Das Rechnungsjahr wird - wie geplant - ausgeglichen abgeschlossen und gleichzeitig eine Rücklage von 1,6 Mio. Euro gebildet. Alle Investitionen konnten ohne neue Darlehen finanziert und der Schuldenstand weiter reduziert werden.

Finanzstadtrat Erwin Krammer konnte dem Gemeinderat einen ausgeglichenen Rechnungsabschluss für das Jahr 2015 zur Beschlussfassung vorlegen: „Dieser sehr positive Rechnungsabschluss ist ein weiterer Schritt auf einem Weg mit dem Ziel einer zukunftsorientierten Finanzwirtschaft der Stadt Krems. Es ist jetzt und in Zukunft notwendig, dass dieser Weg gemeinsam von den Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und der Politik begangen wird."

Die Einnahmen und Ausgaben belaufen sich im ordentlichen Haushalt auf 57,51 Mio. Euro. Die Rücklagen konnten von 1,1 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro erhöht werden. Sie fließen in die Bedeckung von Investitionen im laufenden Jahr 2016. Überhaupt konnten im Vorjahr alle Investitionen ohne Darlehensaufnahme finanziert werden, obwohl dafür bis zu 3 Mio. Euro vorgesehen waren. Dazu Bürgermeister Dr. Reinhard Resch: „Wir haben den Plan, unsere Finanzen zu konsolidieren. Wir haben aber auch den Plan, unsere Stadt weiter zu entwickeln. Und dafür braucht es Investitionen -
von Seiten der Stadt und der öffentlichen Hand, aber auch von privater Seite. Hier sind wir in Krems auf einem sehr guten Weg. Es ist für alle sichtbar, was sich hier tut, wie dynamisch sich der Wirtschaftsstandort Krems entwickelt."

Die größte Einnahmequelle sind weiterhin die Bundesabgabenertragsanteile. Sie haben sich gegenüber dem Vojahr um 3,3 Prozent besser entwickelt und machen 27,3 Mio. Euro aus. Die Gemeindabgaben liegen in etwa im Plan und sind gegenüber 2014 damit um gut 5 Prozent gestiegen. Dazu zählt als wichtigste Einnahme die Kommunalsteuer mit 11,8 Mio Euro (+5,1 Prozent) als Ausdruck der Beschäftigungssituation. Die laufenden Ausgaben für Material, Personal und Fremdleistungen haben sich trotz marktbedingter und gesetzlicher Steigerungen insgesamt auf dem Stand von 2014 gehalten. Der Personalstand wurde um weitere vier Dienstposten verringert. Der Gesamtschuldenstand konnte ebenfalls reduziert werden, und zwar um 4,9 Mio. Euro. Mit Jahresende 2015 lag er bei 94,4 Millionen Euro.

Die Zinsausgaben sind gegenüber 2014 gesunken, was zum einen durch die anhaltende Niedrigzinspolitik und zum anderen durch den seit fünf Jahren sinkenden Schuldenstand erreicht werden konnte. Bei den Transferzahlungen für Soziales, Jugendwohlfahrt, Bildung und Gesundheit gibt es moderate Steigerungen von durchschnittlich 2,9 Prozent.

Im außerordentlichen Haushalt konnten die budgetierten Positionen im Gesamtausmaß von rund 4 Mio. Euro eingehalten werden. Für die Investitionen in die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wurden Instandhaltungsrücklagen gebildet, um die Erhaltung der Anlagen aus dem laufenden Ergebnis finanzieren zu können. So ist es möglich, dass in den städtischen Betrieben nur mehr echte Eweiterungen des Leitungsnetzes als Investition darlehenfinanziert werden müssen.

Rechnungsabschluss 2015: Besser als der Plan