12.08.2015 - Südtirolerplatz: Schritt für Schritt zur Neugestaltung

Ganz nach Plan laufen die Vorbereitungen zur Gestaltung des Südtirolerplatzes: Der Wettbewerb ist abgeschlossen, im September wird der Gemeinderat die Planungsarbeiten vergeben. Dann ist auch die Bekanntgabe des Siegerprojekts geplant.

Zum Gestaltungswettbewerb waren sechs Architekten eingeladen. Aus den eingereichten Arbeiten wählte eine 7-köpfige Jury Ende Juni das Siegerprojekt, das nun nach Ablauf aller Einspruchsfristen definitiv ist und für das der Gemeinderat in seiner Sitzung am 30. September die weiteren Planungsarbeiten vergeben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt weiterhin die Verschwiegenheitspflicht nach dem Bundesvergabegesetz. Danach werden die Wettbewerbsarbeiten öffentlich präsentiert. „Das Siegerprojekt leistet einen herausragenden Beitrag zur positiven Weiterentwicklung unserer Stadt. Darüber war sich die Jury einig", weist Baureferent Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer auf die eindeutige Entscheidung hin, die die Jury unter der Leitung der Vorsitzenden des Kremser Gestaltungsbeirates, Dipl.-Ing. Anne Mauter Markhof, getroffen hat.

Prominenter Stadtplatz mit hohen Ansprüchen

Das geplante Tiefgaragenprojekt eines privaten Investors eröffnete die Möglichkeit, den darüber liegenden Südtirolerplatz neu zu gestalten und neu zu ordnen. Dazu Baudirektor Weitzer: „Krems bekommt nun einen richtigen Stadtplatz. Von seinen Qualitäten werden Bewohner, Wirtschaftsbetriebe und Gäste gleichermaßen profitieren." Inhaltliche und funktionelle Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer waren unter anderem die Bespielungsmöglichkeiten des Platzes als Veranstaltungs- und Kommunikationsort, die Einbindung des Ortes als logische Verlängerung der innerstädtischen Fußgängerzone, die Funktion des Südtirolerplatzes als prominenter Schnittpunkt im Stadtgefüge zwischen Altstadt und Stadtpark und die Rücksichtnahme auf alte und neue Blickbeziehungen und Sichtachsen. Wichtiger Bestandtteil war auch die Planung der Verkehrsführung für Autos, Radfahrer und Füßgänger. Fix vorgegeben wurden die Ein- und Ausfahrtsrampen und die Stiegenhäuser zur Tiefgarage. Im Vorfeld des Wettbewerbs hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, Anregungen und Ideen einzubringen.

In der September-Sitzung wird der Gemeinderat auch über den Baurechtsvertrag mit dem Investor der Tiefgarage abstimmen. Zu den Eckpunken des Vertrages zählen die Verpflichtung der Stadt, das Grundstück zur Verfügung zu stellen, und die Verpflichtung des Investors, ein Parkdeck zu errichten und zu betreiben.

Südtirolerplatz: Schritt für Schritt zur Neugestaltung