25.02.2014 - Gipfelgespräch zum Thema Bildung

Kremser Universitäten und Hochschulen trafen mit der Stadtpolitik zusammen

Seit vergangenem Herbst ist Krems Standort für mittlerweile fünf Universtäten und Hochschulen. Die dynamische Entwicklung als Bildungszentrum nahm Bürgermeister

Dr. Reinhard Resch zum Anlass, zu einem Gipfelgespräch zu laden.

„Wir werden - gemessen an der Einwohnerzahl - europaweit als Stadt mit der höchsten Dichte an universitären Einrichtungen gehandelt. Das ist eine besondere Auszeichnung, gleichzeitig steigen aber auch die Erwartungen an uns", erklärt Bürgermeister Dr. Reinhard Resch die Beweggründe, alle Kremser Universtiäten und Hochschulen an einen Tisch zu bitten und gemeinsam die Situation zu analysieren und der Frage nach Verbesserungen nachzugehen.

Der Einladung folgten alle Kremser Hochschuleinrichtungen: Die Rektoren Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger (Karl Landsteiner Privatuniversität) und Dr. Christoph Berger (Kirchlich Pädagogische Hochschule Krems/Wien), die Vizerektorinnen Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber, Univ.-Prof. Dr. Monika Kiel (beide Donau-Universität Krems) und Mag. Sabine Siegl (Karl Landsteiner Privatuniversität), Vizerektor Dr. Andreas Weissenbäck (Kirchlich Pädagogische Hochschule Krems/Wien), Präsidentin Marga B. Wagner-Pischel (Danube Private University) und Geschäftsführerin Mag. Ulrike Prommer (IMC Fachhochschule Krems). Seitens der Stadtpolitik nahmen neben Resch Vizebürgermeister Mag. Wolfgang Derler, Bildungsstadträtin Mag. Anna Wegl und Stadtrat Dr. Wolfgang Chaloupek am Gipfelgespräch teil.

Alle Universitäten und Hochschulen an einem Tisch

„Krems ist ein Qualitätssiegel." So formulierte Mag. Ulrike Prommer ihre Sichtweise auf den Hochschulstandort Krems, die auch die anderen Teilnehmer sinngemäß unterstrichen. „Es ist einzigartig, dass wirklich alle Hochschuleinrichtungen an einem Tisch zusammenkommen. Das gibt es in keiner anderen Stadt", war man sich einig. Und obwohl sich die Studierenden in Krems wohlfühlen und die Stadt als Bildungszentrum eine bemerkenswerte Aufwertung erfahren hat, gibt es in vielerlei Hinsicht Verbesserungsbedarf: Von der Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen untereinander und Deutsch-Sprachkursen für ausländische Studenten über studentisches Wohnen und Zugverbindungen nach Wien bzw. innerstädtische Busverbindungen, die auf die Bedürfnisse der Studierenden und Mitarbeiter abgestimmt sind, bis zu einer besseren Einbindung der Bevölkerung und mehr studentischem Flair in Krems. Um die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Hochschuleinrichtungen zu verstärken, wurde auch eine gemeinsame und wiederkehrende interdisziplinäre Bildungsveranstaltung diskutiert. Bis zum nächsten Treffen in einem halben Jahr sollen dafür konkretere Vorstellungen ausgearbeitet werden.

Mehr als 13.000 Studierende in Krems

Krems ist seit Jahrhunderten eine anerkannte Schulstadt mit einer großen Vielfalt an Pflichtschulen und höheren Schulen. Im Jahr 1995 nahmen die Donau-Universität Krems und die IMC Fachhochule ihren Betrieb auf, es folgten die Kirchlich Pädagogische Hochule, die Danube Private University und zuletzt die Karl Landsteiner Privatuniversität. Auf diese dynamische Entwicklung reagierte die Kremser Stadtpolitik 2006 mit der Positionierung als Bildungs- und Kulturstadt, die in einem Gemeinderatsbeschluss festgeschrieben wurde. Aktuell studieren mehr als 13.000 Menschen an den Kremser Hochschuleinrichtungen.

Gipfelgespräch zum Thema Bildung

Bildungsgipfel mit Mag. Anna Wegl, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger, Mag. Ulrike Prommer, Mag. Wolfgang Derler, Marga B. Wagner-Pischel, Univ.-Prof. Dr. Monika Kiel, Jürgen Pischel, Dr. Reinhard Resch, Dr. Andreas Weissenbäck, Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber, Dr. Christoph Berger, Mag. Sabine Siegl, Dr. Wolfgang Chaloupek (v.l.n.r.)