23.07.2013 - Energiewende für Krems

Energiebuchhaltung für 15 öffentliche Gebäude als nächster Schritt. Die Kremser Energiewende und der Weg dorthin stehen im Mittelpunkt des Projektes „Energieautarkie 2025", das die Umweltgemeinderäte Albert Kisling und Ernst Surböck mit der Energiebuchhaltung in die nächste Runde bringen.

Der Energieverbrauch der stadteigenen Gebäude ist ein großer Kostenfaktor im Gemeindebudget. „Eine Energiebuchhaltung ist ein erster Schritt um einzusparen, denn nur mit einer genauen Aufzeichnung der verbrauchten Energie eines Gebäudes kann man erkennen, ob Energie verschwendet wird", ist Bürgermeister Dr. Reinhard Resch überzeugt. Bei der Energiebuchhaltung werden die monatlichen Zählerstände von Wasser, Wärme und Strom erfasst und in eine Datenbank eingetragen, die von Siemens kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das Unternehmen begleitet die Stadt auch bei der Auswertung der Daten und erstellt einen Maßnahmenkatalog für eines der Gebäude. Insgesamt werden 61 Gebäude über diese Energiebuchhaltung überwacht und der Energieverbrauch dokumentiert. Bei 15 dieser Gebäude, wird die Datenerfassung automatisiert und die Energiedaten stündlich in das System eingetragen. Bis Ende des Jahres sollen alle Zähler in den ausgewählten Gebäuden montiert und über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet werden. Ausgesucht wurden die 15 größten stadteigenen Energieverbraucher, darunter Sporthalle und Badearena, Weingut Stadt Krems, Feuerwehrzentrale, Rathaus Krems, Schulzentrum und einige Kindergärten „Von der Einführung einer Energiebuchhaltung versprechen wir uns Einsparungen um mindestens ein Viertel der Kosten durch technische Maßnahmen, aber auch durch einen bewussteren Umgang mit Energie", sagen die Umweltgemeinderäte StR Albert Kisling und GR Ernst Surböck.

Das Projekt Energieautarkie wurde 2011 mit dem ehrgeizigen Ziel ins Leben gerufen, die Stadt Krems bis 2025 von fossillen Brennstoffen unabhängig zu machen. Der derzeitige Energieaufwand beträgt 866.000 Megawattstunden, das entspricht 78 Millionen Euro, die die Kremser Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und die öffentliche Hand für ihren Energieverbrauch bezahlen. Hier setzt der wichtigste Punkt des Energiekonzeptes an, nämlich Energie zu sparen. Neben der Energiebuchhaltung für Private und den Magistrat gibt es auch für Betriebe die Möglichkeit, eine geförderte Energieberatung über die Wirtschaftskammer durchzuführen.


Welche Projekte gibt es noch?
Der sukzessive Umstieg von herkömmlichen Leuchtmitteln auf LED-Beleuchtung im öffentlichen Raum soll ebenfalls deutliche Einsparungen bringen. In der Strandbadstraße wird diese bereits getestet. Weitere Projekte im Bereich Gebäudesanierung, aber auch Wärmeerzeugung mittels Geothermie und Mobilität sind in der Entstehungsphase.

Energiewende für Krems

Foto: „Die Energiebuchhaltung bringt signifikante Kosteneinsparungen", sind Bürgermeister

Dr. Reinhard Resch und die Umweltgemeinderäte Stadtrat Albert Kisling und Ernst Surböck überzeugt. © Stadt Krems, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei.

Rückfragen: Barbara Elser, Tel. 02732/801-235