14.12.2011 - Innenstadt-Wirte für mehr Sicherheit

„Gastronomie-Leitbild" soll Verhaltensregeln für Besucher und Wirte festschreiben. Nach den Gipfelgesprächen mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Wirtschaftskammer und Bürgerplattform „Sicheres Krems" trafen nun die Gastronomen der Innenstadt zu einem Treffen mit Bürgermeisterin Inge Rinke zusammen, um sich mit den Themen Sicherheit, Vandalismus und Lärm auseinander zu setzen.

„Wir sind eine Universitätsstadt mit mehr als 10.000 Studierenden und haben gleichzeitig einen verhältnismäßig hohen Anteil älterer Menschen in unserer Stadt. Da ist es klar, dass es zu Konflikten kommt. Umso wichtiger ist es daher, dass wir alle konstruktiv zusammenarbeiten", betonte Bürgermeisterin Inge Rinke beim Gipfelgespräch mit den Innenstadt-Wirten. Der verstärkte Einsatz der Exekutive in den Nachtstunden und die drastische Steigerung bei den Strafverfügungen wegen Lärm, die nächtlichen Schwerpunktaktionen und die Präventionsarbeit der Polizei in den Schulen sind bereits bestehende Maßnahmen für mehr Sicherheit in der Altstadt.

„Eine belebte und lebenswerte Altstadt"

Diese Arbeit wollen auch die Wirte der Innenstadt aktiv unterstützen. Sie sprachen sich dafür aus, gemeinsam ein „Gastromonie-Leitbild" zu erarbeiten, das Rahmenbedingungen und Verhaltensregeln festschreiben soll, die für alle, die sich in der Altstadt aufhalten, Gültigkeit haben sollen. „Eine belebte und gleichzeitig lebenswerte Stadt ist unser Ziel," waren sich die Wirte einig. Es sollte aber für jeden klar sein, dass man nicht grölend und randalierend durch die Stadt zieht oder Müll einfach auf die Straße wirft. Das Leitbild soll bis Anfang Februar „stehen" und beim nächsten Gipfeltreffen der Stadtchefin vorgestellt werden.

Sicherheit durch Vorbild und nicht durch Verbote

Wenn diese Maßnahme positive Auswirkungen zeigt, dann soll die angedachte Vorverlegung der Sperrstunde nicht weiter verfolgt werden. Zudem vertraten die Teilnehmer die Meinung, dass eine einheitliche Sperrstunde um zwei Uhr früh zu mehr Lärm führen könnte: „Wenn die Lokale gleichzeitig zusperren und alle Gäste nach draußen drängen, würde es mit einem Schlag laut auf den Straßen."

Als Maßnahme parallel zur Erarbeitung eines „Gastronomie-Leitbildes" schlugen die Wirte den Einsatz von Türstehern vor jeder Bar vor. „Es hat sich gezeigt, dass es überall dort, wo Türsteher eingesetzt sind, weniger Probleme gibt", so Armin Oswald vom Q-Stall. Neben ihm beteiligten sich an der Gesprächsrunde Matthias Krammerstorfer (Jazzclub), Kamil und Daniela Harbaczyinski (Nightlife), Johannes Zwirner (Marquee), Andreas Macher (Wirtschaftskammer) und Hannes Walzer sowie Mag. Thomas Hagmann (Bürgerplattform „Sicheres Krems"), Mag. Hannes Zimmermann (Magistrat) und KR Karl-Heinz Hagmann (Kaufmannschaft).

Innenstadt-Wirte für mehr Sicherheit

Foto: Gipfeltreffen der Innenstadt-Wirte mit Bürgermeisterin Inge Rinke: Matthias Krammerstorfer (Jazzclub), Kamil und Daniela Harbaczyinski (Nightlife), Johannes Zwirner (Marquee), Armin Oswald (Q-Stall und Q-Bar), Andreas Macher (Wirtschaftskammer), Hannes Walzer, Mag. Thomas Hagmann (Bürgerplattform „Sicheres Krems"), Mag. Hannes Zimmermann (Magistrat) und KR Karl-Heinz Hagmann (Kaufmannschaft) (v.l.n.r.).