26.09.2012 - Eröffnung Unterführung Landersdorf

Optimierung des Verkehrsflusses durch Auflassung der Eisenbahnkreuzung, 22 Monate Bauzeit, Investitionssumme 5,4 Mio Euro.

Beim Bahnübergang der Linie Absdorf/Hippersdorf-Krems mit der Landesstraße L 45 (Landersdorfer Straße) in Krems kam es in der Vergangenheit immer wieder zu längeren Wartezeiten. Die Schrankenanlage war auch an die Ampelanlage der Kreuzung L 45/B 37/B 35 gekoppelt. Nach vielen Gesprächen zwischen Anrainern, Planern, Vertretern der Kremser Hafen- und Industriebahn (HIB), der Stadt Krems, des Straßendienstes sowie den ÖBB wurde ein Projekt ausgearbeitet, das die Bahnquerung mit der Landesstraße L 45 niveaufrei in Form einer Unterführung vorsah, um den Verkehrsfluss zu optimieren. Die Arbeiten begannen im November 2010, nach 22 Monaten Bauzeit konnten nun LR Mag. Karl Wilfing, Bürgermeisterin Inge Rinke, Straßenbaudirektor-Stv. DI Josef Decker und Ing. Rudolf Wroblewski von der ÖBB-Infrastruktur AG die Unterführung feierlich eröffnen.

Unterführung Landersdorferstraße

Zur Niveaufreimachung wurde die Landesstraße L 45 rund 200 Meter östlich der vorher bestehenden Eisenbahnkreuzung verlegt und mit einem Kreisverkehr an die Landesstraße B 35 (Retzer Straße) neu angebunden. Dazu waren Grundeinlösungen notwendig, die die Stadt Krems durchführte und finanzierte. Die lichte Durchfahrtshöhe der neuen Unterführung beträgt 4,70 Meter. Die Straßenentwässerung erfolgt über ein Pumpwerk in ein Versitzbecken.

Neutrassierung der Landersdorfer Straße / Anbindung an die B 35

Die neue Landesstraße beginnt mit einem Kreisverkehr an der B 35 im Bereich der Straßenmeisterei Krems und unterfährt anschließend die ÖBB-Strecke und die Gleise der HIB (Kremser Hafen- und Industriebahn). Hier erfolgt auch die Anbindung an den Merkur-Markt. Ein 2,5 Meter breiter, erhöhter kombinierter Geh- und Radweg begleitet die neue Straße.

Landesrat Mag. Karl Wilfing: „Die neue Bahnunterführung ist ein weiterer Schritt zu mehr Verkehrssicherheit sowie zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Krems." Auch Bürgermeisterin Inge Rinke sieht in diesem Projekt ausschließlich Vorteile für die Stadt: „Mit der Unterführung konnten wir ein lästiges innerstädtisches Verkehrsproblem lösen. Der Stadtteil Landersdorf ist nun besser und schneller erreichbar, was der Bevölkerung eine massive Erleichterung und Zeitersparnis bringt. Vom Wegfall der Eisenbahnkreuzung profitieren auch die hier ansässigen Firmen."

Bahnbrücke

Die neue Unterführung machte drei Eisenbahntragwerke notwendig - zwei für die ÖBB und eines für die Kremser Hafen- und Industriebahn (HIB). Die Spannweite der Brücke beträgt rund 20 Meter. „Die Niveaufreimachungen sowie Auflassungen bringen optimale Sicherheit", sagt Ing. Rudolf Wroblewski von der ÖBB-Infrastruktur AG.

Kosten und Finanzierung

Die gesamten Projektkosten inklusive Grundeinlöse betragen ca. 5,4 Millionen Euro. 2 Millionen Euro tragen die ÖBB, das Land hat 1,8 Millionen Euro übernommen, die Stadt Krems und die HIB 1,6 Millionen Euro.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Jährlich nutzen 450 Mio. Kunden die Angebote des österreichischen Mobilitätsunternehmens ÖBB. Täglich fahren 6500 Personen- und Güterzüge - die größte E-Mobility-Flotte Österreichs - mit umweltfreundlichem Strom aus 92 Prozent erneuerbarer Energie. Die ÖBB bewegen mit Kundenorientierung und gesellschaftlicher Verantwortung das System Bahn nachhaltig in Richtung Zukunft. Mit konzernweit 40.800 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon 37.050 in Österreich, 3750 im Ausland) und 1750 Lehrlingen und Gesamterträgen von 6,25 Mrd. Euro ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Eröffnung Unterführung Landersdorf