27.06.2012 - Finanzjahr 2011: Leichter Schuldenabbau gelungen

Jahresergebnis der Stadt Krems um 4,4 Mio. besser als geplant

Der Rechnungsabschlus der Stadt Krems für das Finanzjahr 2011 ist deutlich besser als der Plan: Gegenüber dem budgetierten Voranschlag konnten 4,4 Mio. Euro eingespart werden. Der Schuldenstand sinkt leicht um 0,4 Mio. Euro.

„Wir konnten unseren Schuldenstand leicht senken, das Defizit stark reduzieren und gleichzeitig unsere Investionen etwas steigern", kommentiert Bürgermeisterin Inge Rinke das Kremser Jahresergebnis 2011. „Natürlich hat uns dabei das Niedrigzinsniveau in die Hände gespielt. Das war aber nur ein Faktum von vielen. Denn ohne Sparmaßnahmen und laufende Verbesserungsprozesse im Sinne unserer Verwaltungsreform wäre das gute Ergebnis nicht möglich gewesen", so Rinke. Zu den wichtigsten Investitionen 2011 zählten das Schifffahrts- und Welterbezentrum, das Schulzentrum, der Ausbau der Kindergärten, die Unterführung Landersdorf, die Forsetzung des Hochwasserschutzes und die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen.

Einsparungen bei Gehälter, Pensionen und Sachaufwand

Zum Zeitpunkt der Budgetierung im Herbst 2010 standen verschiedene finanzielle Bedrohungen im Raum: Der massive Anstieg der Zinssätze und somit der Zinsausgaben, der weitere Rückgang der Einnahmen aus Steuern wegen der anhaltenden Finanzkrise, hohe Steigerungsraten bei den Transferzahlungen an Bund und Land für Soziales und Gesundheit und ein ungewisser Ausgang des Beamten-Gehaltsabschlusses wegen der hohen Inflation. Daraus ergab sich ein veranschlagter Abgang von 5,9 Mio. Euro. Tatsächlich konnte nun ein Jahresergebnis mit einem Abgang von nur 1,5 Mio. Euro erreicht werden. Das entspricht einer Verbesserung von 4,4 Mio. Euro. ie Einnahmen im ordentlichen Haushalt belaufen sich auf 57,04 Mio. Euro, die Ausgaben auf 58,49 Mio. Euro. Die wesentlichen Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben betreffen die Bundesertragsanteile und Kommunalsteuer (+1,8 Mio. Euro), Gehälter, Pensionen und Sachaufwand (-1 Mio. Euro), Zinsendienst und Zinsersätze (-0,5 Mio. Euro) und Transferzahlungen (-0,9 Mio. Euro). Im außerordentlichen Haushalt wurden Investitionen von 3,5 Mio. Euro getätigt. Der Schuldenstand der Hoheitsverwaltung und Stadtbetriebe konnte um 4,2 Mio. Euro auf 110,5 Mio. Euro reduziert werden, jener die Kremser Immobiliengesellschaft stieg um 3,8 Mio. Euro auf 39 Mio. Euro. Beim Gesamtschuldenstand gibt es somit einen leichten Rückgang um 0,4 Mio. Euro auf 149,5 Mio. Euro.

Fortsetzung des Konsolisiderungskurses 2012

Der Schuldenstand der Stadt soll auch 2012 gehalten bzw. leicht gesenkt werden. „Keine Schuldensteigerungen über zwei Jahre sind aus heutiger Sicht ein erreichbares Ziel", ist Finanzstadtrat Karl-Heinz Hagmann überzeugt. „Alle Verantwortlichen sind aufgefordert, zu diesem Ziel beizutragen", lädt Hagmann zur gemeinsamen Arbeit aller Beteiligten ein. Krems brauche diese Stärkung der finanziellen Position: „Wir müssen gerüstet sein für alle von außen kommenden Belastungen - angefangen von der EU-Finanzkrise, deren finanzielle Wellen bis in die Gemeinden durchwirken - bis hin zu den großen Themen in Österreich selbst, wie Pflege und Gesundheit. Alles, was wir als Stadtverantwortliche derzeit unternehmen, um finanziell unsere Ausgangsposition für die Zukunft zu verbessern, wird der Stadt Krems gut verzinst wieder zu Gute kommen."

Dem Gemeinderat der Stadt Krems wird heute, 27. Juni, der Rechnungsabschluss 2011 zur Beschlussfassung vorgelegt.