05.01.2012 - Krems investiert in Zukunftsprojekte

Schwerpunkte 2012: Infrastruktur und Denkmalpflege. Investitionen in den Straßenbau und Hochwasserschutz, in die Umwelt und Denkmalpflege prägen das Jahr 2012. Die Stadt Krems sichert trotz strengem Sparkurs wichtige Zukunftsprojekte.

„Eine Stadt kann nur dann funktionieren, wenn in die Infrastruktur investiert wird", ist Bürgermeisterin Inge Rinke überzeugt. „Wir werden ohne Neuverschuldung wichtige Investitionen tätigen und damit Arbeitsplätze sichern, aber dabei auch unseren Weg der harten Finanzpolitik konsequent weiter-gehen. Geld gibt es nur für absolut wichtige Investitionen und ganz bestimmt nicht für irgendwelche Wahlzuckerl", so Rinke weiter. Der Weiterbau des Hochwasserschutzes am Kremsfluss hat auch im neuen Jahr oberste Priorität. Nach einer Zwangspause wegen fehlender Fördermittel im vergangenen Jahr wurden die Arbeiten im Spätsommer wieder aufgenommen und die Etappe zwischen Pfannlwehr und Schmittbrücke entlang der insgesamt sechs Kilometer langen Flusslandschaft in Angriff genommen. Diese Arbeiten werden mit Fluss- und Uferbauten 2012 fortgeführt.

Eine heiß ersehnte Verkehrsmaßnahme wird dieses Jahr in Landersdorf abgeschlossen: Die Bahnunterführung zwischen Landersdorfer und Wiener Straße und ein Kreisverkehr sollen ab kommenden Sommer eine Entspannung der Verkehrssituation bringen. Der derzeit bestehende Bahnübergang wird nach Fertigstellung der Unterführung aufgelassen und die Landersdorfer Straße rund 200 Meter nach Osten verlegt. Ein breiter Geh- und Radweg soll die neue Straße begleiten. Im Straßenbau sind u.a. die Asphaltierung der Ernst-Krenek-Straße, die Fortführung der Sanierung der Thallerner Hauptstraße, die teilweise Sanierung der Ufergasse und die Umgestaltung des Hafnerplatzes im Bereich der neuen Musikschule geplant.

18 Gemeinden kooperieren und investieren in die Umwelt

Die größte Kremser Baustelle ist auf dem Areal des Gemeindeabwasserverbandes (GAV) im Osten der Stadt zu finden, wo die bestehende Kläranlage für 18 Mitgliedsgemeinden modernisiert und erweitert wird. Der erste Abschnitt des 45-Millionen-Euro-Projekts soll 2012 fertiggestellt werden, der zweite und letzte Abschnitt voraussichtlich 2016. Das längst notwendige Ausbauprogramm stellt sicher, dass auch zukünftig das Abwasser der Region umweltverträglich gereinigt und wieder der Natur zugeführt werden kann.

Kulturdenkmäler sichern

Als Kulturstadt setzt Krems mit der Generalsanierung der Dominikanerkirche und des „Doms der Wachau" Schwerpunkte in der Denkmalpflege. In der Dominikanerkirche starteten die Arbeiten diesen Winter im Kirchenschiff und Eingangsbereich. Nach Abschluss der ersten Etappe wird dort im Juni die neue Landesgalerie „Zeit Kunst Niederösterreich" ihre erste Ausstellung eröffnen und einen weiteren kulturellen und touristischen Anziehungspunkt schaffen. Die Generalsanierung soll voraussichtlich 2015 gänzlich abgeschlossen sein. Nach den Arbeiten im Innern folgen die Außenfassade, das Dach und der Innenhof. Den Dom der Wachau - wie die Stadtpfarrkirche St. Veit jüngst gerne genannt wird - gehen die laufenden Sanierungsarbeiten bis weit über das Jahr 2012 hinaus. In sieben Phasen soll die frühbarocke Kirche bis 2017 generalsaniert werden. Die Stadt unterstützt das Projekt mit 600.000 Euro.